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AKTUELLES

Alle Präsentationen aus unserer Impuls-Referat-Reihe finden Sie in unserer Mediathek

Branchentreffen 20./21. Januar 2025

Innovationen und Inspiration für die Zukunft
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Am 20. und 21. Januar 2025 fand das jährliche Branchentreffen in Paulushofen statt.

Unter dem Motto „Gemeinsam Zukunft gestalten“ versammelten sich zahlreiche Fachleute

der gesamten organisierten Schweinebranche um sich über aktuelle Entwicklungen, innovative Ansätze und strategische Visionen auszutauschen. Die Veranstaltung bot eine vielfältige Mischung aus Vorträgen, Diskussionsrunden und Networking-Möglichkeiten.

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Tag 1: Projekterfolge von Heimatversprechen im Fokus

Den Auftakt machte Martin Heudecker, Projektleiter des Projekts "Heimatversprechen". In seinem Vortrag berichtete er umfassend über die bisherigen Erfolge und Maßnahmen des Projekts sowie die zentralen Ziele, die weiterhin verfolgt werden müssen. Heimatversprechen ist ein langfristiges Leuchtturmprojekt der Ringgemeinschaft Bayern e.V., das die Stärkung regionaler Strukturen, die Förderung nachhaltiger Wertschöpfungsketten und die emotionale Bindung zu regionalen Marken ins Zentrum stellt.

Erreichte Meilensteine:

Bereits in der initialen Phase wurden die vier zentralen Handlungsfelder Markt, Daten, Produkt und Kommunikation identifiziert, die die strategische Grundlage für das gesamte Projekt bilden. In Bezug auf den Markt wurde die Marktplattform erfolgreich in die Vereinigung der Erzeugerorganisationen (VEF) integriert. Dies ermöglicht den bayerischen Landwirten, ihre Produkte gemeinschaftlich zu vermarkten und ihre Verhandlungsposition gegenüber Lebensmitteleinzelhändlern zu stärken. Gespräche mit Partnern wie EDEKA, REWE und Tegut haben dabei erste vielversprechende Perspektiven eröffnet. Ein großer Erfolg war der Abschluss eines neuen Dreijahresvertrags für GQ+ mit ASP-Abnahmegarantie. Diese Neuerungen in den Verträgen beeinflusst bereits heute die große Menge von fast einer halben Million Mastschweinen.

Im Bereich Daten wurden Prognosetools entwickelt, die die Planung und Steuerung von Mast- und Ferkelzyklen unterstützen. Diese Tools verbessern die Produktionsplanbarkeit und helfen, Schwankungen in der Lieferkette zu minimieren. Ein weiterer wichtiger Schritt war die Integration dieser Tools in bestehende Plattformen wie  Qualifood®, um eine reibungslose Anwendung in der Praxis zu gewährleisten. Dadurch konnte sich die Branche und Vermarktung besser als Lieferant positionieren, um den Mehrpreis, der in Bayern für die Mastschweine ausbezahlt wird zu halten und zukünftig zu steigern.

Das Handlungsfeld Produkt konzentrierte sich insbesondere auf die Nachhaltigkeit. Fütterungsversuche mit Nebenprodukten der Humanernährung wurden gestartet, um den CO2-Fußabdruck zu reduzieren und Kreisläufe zu schließen. Parallel dazu laufen Tests bezüglich der elektronischen Ohrmarken, die eine bessere Rückverfolgbarkeit und Effizienz gewährleisten könnten. Ziel ist ein kleines Segment damit zu stärken, um eine bessere Vermarktung zu generieren oder dieser Systematik eine klare Absage erteilen zu können, weil es nicht praktikabel und finanzierbar ist.

Im Bereich Kommunikation konnte die Sichtbarkeit des Projekts durch eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit und digitale Präsenz erheblich gesteigert werden. Die Einrichtung einer Website, der Aufbau von Social-Media-Kanälen sowie die regelmäßige Veröffentlichung von Pressemitteilungen, Newslettern und einer Projektbroschüre fördern den Austausch und die Transparenz innerhalb der Branche.

Martin Heudecker betonte, dass die erfolgreiche Umsetzung dieser Ziele nur durch eine enge Zusammenarbeit und das Engagement aller Beteiligten möglich sei. Sein Vortrag gab den Teilnehmer und Teilnehmerinnen nicht nur einen umfassenden Überblick über den bisherigen Fortschritt, sondern inspirierte auch zur aktiven Mitgestaltung der nächsten Schritte.

 

Gastvortrag: Dr. Denise Vandewijer – „KI in der Landwirtschaft“

Ein weiterer Höhepunkt am ersten Tag war der Vortrag von Dr. Denise Vandewijer von Neurinos mit dem Titel „KI in der Landwirtschaft – Was ist KI überhaupt, wie funktioniert sie und wann und wie macht sie insbesondere in der Landwirtschaft überhaupt Sinn?“. Dr. Vandewijer erklärte die Grundlagen der Künstlichen Intelligenz (KI) und verdeutlichte, wie KI zur Optimierung landwirtschaftlicher Prozesse eingesetzt werden kann. Sie zeigte auf, wie Datenanalyse und prädiktive Algorithmen die Ressourcenplanung, das Gesundheitsmanagement von Nutztieren und die Ertragssteigerung in der Landwirtschaft unterstützen können. Die Beispiele zur automatisierten Entscheidungsfindung und zur Integration von KI in bestehende Systeme beeindruckten die Zuhörer und gaben Anstoß zu lebhaften Diskussionen.

Gastvortrag: Andrea Siemoneit „Die carnivore Ernährung – Fettes Fleisch ist unsere Medizin“

Einen weiteren inspirierenden Vortrag hielt Andrea Siemoneit unter dem Titel „Der Carnitarier“. In ihrem Vortrag ging es nicht um eine Reduktion des Fleischkonsums, sondern vielmehr um die Vorteile einer fleischbasierten Ernährung. Andrea Siemoneit stellte heraus, welche wertvollen, gesundheitsfördernden Stoffe insbesondere in Rotfleisch enthalten sind. Dabei erklärte sie die Bedeutung von Proteinen, Vitaminen (insbesondere B-Vitamine und Vitamin D) sowie Mineralstoffen wie Hämeisen für die menschliche Gesundheit. Besonders beeindruckend waren ihre Erläuterungen zur besseren Bioverfügbarkeit von Nährstoffen aus tierischen Quellen im Vergleich zu pflanzlichen Alternativen. Sie präsentierte fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse und illustrierte, wie eine ausgewogene fleischbasierte Ernährung nicht nur zur Deckung essenzieller Nährstoffbedarfe beiträgt, sondern auch gesundheitliche Vorteile wie eine Stärkung des Immunsystems, die Förderung der kognitiven Leistungsfähigkeit und die Unterstützung eines gesunden Stoffwechsels bietet.

 

Nächste Schritte:

Tag 2: Produkte, Daten und Preise für eine zukunftsfähige Branche

Der zweite Tag begann mit einem Vortrag von Simon Ott, Vertreter des Fleischprüfrings Bayern, der das Nachhaltigkeitsmodul in Qualifood® vorstellte. Dieses Modul ermöglicht es, umfangreiche Daten zu CO2-Emissionen und Nachhaltigkeitskriterien entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erfassen und auszuwerten. Landwirte können durch eine einfache Dateneingabe Einblicke in die Klimawirkung ihres Betriebs erhalten und Verbesserungspotenziale identifizieren. Simon Ott betonte, dass Qualifood® nicht nur eine Datenplattform, sondern ein Werkzeug sei, um die Nachhaltigkeit der Branche messbar und transparent zu machen.

Arbeitsgruppen: Lösungen für zentrale Herausforderungen

Nach dem Vortrag arbeiteten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in drei Arbeitsgruppen an konkreten Fragestellungen.

Gruppe Produkt: Die erste Arbeitsgruppe widmete sich der Entwicklung eines idealen Heimatversprechen-Produkts. Diskutiert wurden Kriterien für ein homogenes, fleischfülliges Schlachtschwein mit einem Muskelfleischanteil (MFA) zwischen 58 und 62 %und schinkenbetonter Schlachtkörperausprägung, gutem Bauchfleischanteil und wenig Tropfsaftverlust. Besondere Beachtung fanden die GQ-B-Zertifizierung, die Unabhängigkeit von Haltungsstufen und die vertraglich vereinbarte Vermarktung über Bayerische Erzeugergemeinschaften, um die Wertigkeit des Produktes zielführend und gewinnbringend für die Landwirte am Markt umzusetzen.

Gruppe Daten: Wie können die für das Heimatversprechen-Produkt relevanten Daten in Qualifood® und den Sauenplaner (LKV) integriert werden, um eine umfassende Transparenz und Planbarkeit zu gewährleisten? Eine derartige Struktur könnte die Blaupause für die gesamte Struktur in Bayern bedeuten, wodurch die Landwirte effizienter arbeiten können und mehr Wertschöpfung zu generieren und mehr Sicherheit zu erhalten.

Gruppe Preise: Entwicklung eines abgeleiteten Ferkelpreises für Bayern und Süddeutschland. Dieser soll auf dem Marktpreis für Schlachtschweine in Deutschland basieren und Faktoren wie Futter- und Energiekostenäquivalente berücksichtigen, um eine faire Vergütung für Ferkelerzeuger und Ferkelerzeugerinnen und Mastbetriebe zu gewährleisten. Ziel ist die Umsetzung eines abgeleiteten Ferkelpreises noch im Jahr 2025!

 

Ergebnisse und Ausblick

Die Arbeitsgruppen präsentierten ihre Ergebnisse im Plenum. Es wurde deutlich, dass durch eine enge Verzahnung von Produktentwicklung, geregeltem Informationsaustausch und aktiver Preisgestaltung wesentliche Fortschritte für die Landwirte erzielt werden können. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren sich einig, dass die erarbeiteten Ansätze eine solide Grundlage für die Weiterentwicklung der bayerischen Schweinebranche bilden.

Fazit: Ein Event voller Anregungen

Das Branchentreffen 2025 war erneut ein voller Erfolg. Die präsentierten Ideen, Visionen und Lösungen boten den Teilnehmern und Teilnehmerinnen wertvolle Impulse, um den Herausforderungen der Zukunft mit innovativen Ansätzen zu begegnen. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie durch Zusammenarbeit und kreatives Denken nachhaltige und zukunftsfähige Strategien entstehen können, um die bayerische Schweinefleischerzeugung noch wettbewerbsfähiger zu gestalten.

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Alle Präsentationen des Branchentreffens finden Sie in unserer Mediathek!

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Hoher Tierwohl-Standard im Schlachthof Landshut

Die Besichtigung des Schlachthofs am 27. November 2024 war ein voller Erfolg und bot den Teilnehmern, darunter Mitglieder der Schweinebranche, Vertreter des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF), der Tierärztekammer, des Tiergesundheitsdienstes sowie des Max-Rubner-Instituts, wertvolle Einblicke in die hohen Tierwohl-Standards, die dort umgesetzt werden. Geschäftsführer Franz Beringer übernahm die Führung durch die Anlagen und erläuterte die verschiedenen Maßnahmen, die zur Sicherstellung des Tierwohls ergriffen werden.

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Die Veranstaltung, die vom Projekt Heimatversprechen mitorganisiert wurde, hatte zum Ziel, die Bedeutung von Tierwohl in der Schweinebranche zu unterstreichen und innovative Ansätze zur Verbesserung der Bedingungen für die Tiere darzustellen. Besonders hervorzuheben ist die Überwachung sensibler Prozesse bei der Schlachtung mittels Kameraunterstützung und KI-System. Am Ende der Veranstaltung waren sich alle Anwesenden einig, dass die Tierwohl-Standards in Landshut herausragend sind. Die Teilnehmer lobten die Bemühungen und das Engagement des Schlachthofs.

 

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Online-Projektvorstellung: „Zukunftswerkstatt Schwein“

- Konzeption einer Lehr – und Forschungseinrichtung für eine zukunftsfähige und nachhaltige, ökologische und konventionelle Schweinehaltung von Prof. Dr. Wilhelm Pflanz am 21.06.2024.

Prof. Dr. Wilhelm Pflanz, Dekan der Fakultät Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) veranschaulichte in seinem Vortrag das Konzept der „Zukunftswerkstatt Schwein“. Ziel ist es, die bayerische und regionale Schweinehaltung weiterzuentwickeln und zu sichern. Dabei sollen alle Bereiche der Wertschöpfungskette Schwein berücksichtigt und aktuelle Forschungsbereiche z.B. in den Bereichen Haltung, Lüftung aber auch Lebensmittelsicherheit und Fleischsensorik einbezogen werden.

Zu Lehr- und Ausbildungszwecken wird ein ökologischer als auch konventioneller Stall ausgelegt für 96 (ökologisch) bzw. 84 Muttersauen (konventionell), sowie 320 (ökologisch) bzw. 416 Jungsauen/Mastplätze nach nationaler Tierhaltungskennzeichnung, 3 und 4 Stufe errichtet. Die geplanten Ställe sollen innerhalb von vier Jahren fertiggestellt und anschließend auch zu Forschungszwecken genutzt werden. Die Aspekte Tierwohl und Tiergesundheit, Umwelt- und Klimaschutz, Bioökonomie, Digitalisierung, nachhaltiges Bauen und bäuerliche Landwirtschaft, spielen dabei eine zentrale Rolle und fließen bei der Planung der Ställe mit ein. Unterstützt wird das Projekt u. a. von dem Bildungs- und Wissenszentrum Boxberg und der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Durch diese Zusammenarbeit können zusätzliche Synergien genutzt werden.

Der Referent spricht bei seinem Vortrag außerdem über die Fleischqualität und geht hierbei auf die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung in seinem Projekt ein. Er betont, dass die Zucht ein wichtiger Einflussfaktor ist. Es wurde jedoch festgestellt, dass alle Bemühungen hinsichtlich der Beeinflussung der Fleischqualität durch Zucht auch einen Mehrwert bringen müsse. Zuchtversuche sind nur sinnvoll, wenn es auch einen Absatzmarkt gibt.

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Präsentation vom 21.06.2024:

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Pressemitteilung vom 14.07.2024: 

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Süddeutsche Schweinefleischerzeugung - zukunftsorientiert, klimafreundlich, wirtschaftlich

Im Rahmen der Projekte „SüdSchwein4Klima“ und „Netzwerk Fokus Tierwohl“ fand am 04. Juli in Ulm-Seligweiler eine gemeinsame Informationsveranstaltung statt, welche die Nachhaltigkeit der süddeutschen Schweinehaltung in den Mittelpunkt stellte, um diese zielgerichtet zu gestalten. Zu der hybriden Veranstaltung waren rund 60 Teilnehmende entlang der Wertschöpfungskette Schweinefleisch nach Ulm-Seligweiler gekommen. Etwa 40 weitere Teilnehmende verfolgten die Veranstaltung online. Vertreten waren Verbände, schweinehaltende Betriebe, Züchter*innen, der Viehhandel, Schlachtbetriebe, Hersteller*innen von Wurst- und Fleischwaren sowie Vertreter*innen aus Verwaltung und Politik.

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Zum Auftakt der Veranstaltung wurden die beiden Projekte vorgestellt. Das vom BMEL geförderte deutschlandweite Verbundprojekt „Netzwerk Fokus Tierwohl“ verfolgt das Ziel bereits vorhandenes Fachwissen aus Wissenschaft, Forschung und Praxis zum Thema Tierwohl, Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu bündeln, aufzubereiten und in die Praxis weiterzugeben. Der Wissenstransfer wird von den Projektpartnern in verschiedenen Formaten umgesetzt.Im Rahmen des EIP-AGRI Projektes „SüdSchwein4Klima“ hat sich eine operationelle Gruppe (OPG) gebildet, bestehend aus Partnern der land- und forstwirtschaftlichen Praxis, Forschungs- und Versuchseinrichtungen, Verarbeitungs- und Vermarktungsunternehmen sowie Verbänden und landwirtschaftlichen Organisationen in Bayern und Baden-Württemberg. Gemeinsam erarbeiten sie ein zentrales Nachhaltigkeitsmodul in der Informationsplattform Qualifood®, welches eine Nachhaltigkeitsbibliothek sowie einen Klima-Schnellcheck beinhaltet. Nutzer*innen insbesondere Landwirt*innen sollen somit eine einfache und sichere Möglichkeit haben, an Informationen rund um das Thema Nachhaltigkeit zu gelangen. Der Klima-Schnellcheck ermöglicht eine erste Einschätzung hinsichtlich der Klimafreundlichkeit landwirtschaftlicher Betriebe. 

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Qualifood® wird bereits jetzt von den meisten schweinehaltenden Betrieben in Süddeutschland genutzt. Die Integration eines solchen Moduls unterstützt daher die süddeutsche Schweinefleischerzeugung, sich klimafreundlich, tierwohlorientiert und wirtschaftlich zukunftsfähig auszurichten.

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Einige Forschungsvorhaben und Maßnahmen für die Entwicklung einer nachhaltigen Tierhaltung im süddeutschen Raum und darüber hinaus existieren bereits. Das wurde durch die Fachvorträge zu verschiedenen Projekten deutlich. Hierzu referierten Professor*innen der Universitäten Hohenheim und Göttingen sowie Mitarbeiter*innen der LfL Bayern, der LSZ Boxberg, der Bodensee-Stiftung, des Fleischprüfrings Bayern e.V. sowie der Ringgemeinschaft Bayern e.V..Alle Beiträge standen im Kontext einer nachhaltigen, kreislauforientierten Tierhaltung und zeigten die Komplexität der Nachhaltigkeitsthemen, die Zusammenhänge sowie die Herausforderungen und Möglichkeiten , die sich hieraus ergeben.Angefangen bei der „Gestaltung einer tiergerechten Haltung“ nahm das Programm die zentralen Nachhaltigkeitsaspekte „Futtermittel und Fütterung“, „Wirtschaftsdüngermanagement“ sowie „Kommunikation innerhalb der Wertschöpfungskette“ in den Blick. Diese Aspekte sind wichtige Stellschrauben bei der Gestaltung einer nachhaltigen Schweinehaltung.Die Vorstellung von zwei Erfassungsmethoden zur Klimawirkung, dem LfL Klima-Check sowie dem ACCT-Tool, welches von der Bodensee-Stiftung mitentwickelt wurde, rundeten das Programm ab. Neben informativem Input, bot die Veranstaltung ebenfalls die Möglichkeit zur Diskussion zu den vorgestellten Inhalten.

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Nähere Informationen zu dem Projekt „Netzwerk Fokus Tierwohl“ finden Sie hier ».

Nähere Informationen zu dem Projekt „SüdSchwein4Klima“ finden Sie hier ».

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Pressemitteilung: 

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Projektvorstellung „DigiSchwein“ und Verbundprojekt „TiPP“

Im Rahmen unseres Projektes Heimatversprechen bieten wir den Projektpartnern und allen Interessierten, in regelmäßigen Abständen, einstündige Impuls-Referate via Online-Veranstaltung an.

In der zweiten Veranstaltung präsentierten Ulrich Hartmann und Henrike Renner (Landwirtschaftskammer Niedersachsen) das Projekt „DigiSchwein“ sowie das Verbundprojekt „TiPP“:

 

„DigiSchwein“: Unter Berücksichtigung aktueller Problemfelder wie Krankheitsfrüherkennung, Schwanzbeißen, Geburtsüberwachung und Nährstoffströme konzentriert sich das Projekt auf die Entwicklung eines digitalen Frühwarnsystems für Praxisbetriebe. Dieses Farmmanagementsystem erhebt über verschiedene Sensorarten kontinuierlich und in Echtzeit zahlreiche Tier-, Umwelt- und Anlagendaten. Durch die Vernetzung und Auswertung der Sensordaten erhalten Landwirt*innen aktuelle Statusmeldungen, Prognosen und Handlungsempfehlungen für ihren Betrieb, die sie in ihrer täglichen Arbeit effektiv unterstützen. Mit Hilfe eines umfassenden Wissenstransferkonzepts werden die Projektergebnisse entlang der gesamten landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette vermittelt.

 

„TiPP“ beschäftigt sich mit der Erprobung neuer digitaler Ansätze zur Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten zur Erzeugung von Lebensmitteln tierischen Ursprungs; konkret am Beispiel der Schweinefleischproduktion.

 

Präsentation „DigiSchwein“: 

 

Präsentation „TiPP“: 

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Weitere Infos können Sie auch unter: https://www.lwk-niedersachsen.de/lwk/projekte/465 oder https://www.lwk-niedersachsen.de/lwk/projekte/537_TiPP#blog310 nachlesen.

Projektvorstellung "Pilotstudie 1000 Betriebe" durch Christian Hiß (Geschäftsführer der Regionalwert Leistungen GmbH) am 02.02.2024 

im Rahmen unseres Projektes Heimatversprechen bieten wir den Projektpartnern und allen Interessierten, in regelmäßigen Abständen, einstündige Impuls-Referate via Online-Veranstaltung an.

In einer weiteren Veranstaltung präsentierten Christian Hiß und seine Kollegen Martin Kunisch (Hauptgeschäftsführer KTBL) und Eric Waibel anschaulich das Projekt „1000 Betriebe“:

Das Unternehmen möchte im Rahmen einer Pilotstudie gemeinsam mit dem KTBL mit mindestens 1000 Betrieben Gemeinwohlleistungen und den Nachhaltigkeitsgrad landwirtschaftlicher Betriebe standardisiert erfassen und bewerten.

 

Seine Motivation für das Projekt fand Hiß in der Leistung, die landwirtschaftliche Betriebe für das Gemeinwohl erbringen, dafür jedoch bisher nicht explizit vergütet werden. Durch eine Zusammenarbeit mit dem KTBL während der Pilotstudie fand man praxisorientierte Lösungen für eine betriebswirtschaftliche Darstellung der erbrachten Leistungen.

 

Waibel geht im Anschluss sehr detailliert auf die Regionalwert-Leistungsrechnung ein. Er stellt klar: „durch die Berechnung der Nachhaltigkeitsleistungen im Betrieb wird einerseits eine weitere Grundlage für eine Betriebsentwicklung hinsichtlich Nachhaltigkeit sowie eine fundierte Kommunikation der Gemeinwohlleistungen im gemeinsamen Dialog mit der Gesellschaft geschaffen“. Die Forderung hinsichtlich der Bewertung von Nachhaltigkeitsleistungen auch auf Seiten des Handels und der Politik wird zunehmen. Hier ist der Leistungsrechner einen Schritt voraus und bietet bereits konkrete Vorschläge aus der landwirtschaftlichen Praxis heraus, so Hiß.

Die Einzelauswertung ist dabei relativ einfach und kostengünstig. Die Datenerfassung erfolgt durch den Betrieb über eine Online-Plattform. Die Auswertung erhalten die Betriebe anschließend sofort automatisch und umfassend.

Für das Projekt werden noch weitere Partner mit Zugang zu landwirtschaftlichen Betrieben gesucht.

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Das 1000 Betriebe Projekt:  

Alle Hände rein

NACHHALTIGKEIT

Gesellschaftsworkshop
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Im Rahmen des Projekts Heimatversprechen planen wir einen Gesellschaftsworkshop, an dem Vertreter aus verschiedenen Bereichen wie der bayerischen Landwirtschaft, Wissenschaft, Verbraucherorganisationen, Kirchenvertretern und der Politik teilnehmen werden. Das Ziel dieses Workshops ist es, den Zusammenhalt und die Bereitschaft zur Veränderung in der heimischen Schweinefleischerzeugung zu stärken. Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus diesem Workshop sollen dann in die weiteren Handelsgespräche einfließen, um eine nachhaltige Produktion zu fördern.

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